Bilder, User, Social News und Social Communities

Bilder für User

    • Bilder können informieren, als Produktbilder, Diagramme oder Bilder einer Reiseregion.
    • Bilder können unterhalten. Manchmal sind die Bilder selbst der gesuchte Inhalt, zum Beispiel Cartoons.
    • Bilder können Emotionen oder bestimmte Assoziationen wecken – fürs Marketing sehr interessant.
    • Bilder können einen Text gliedern oder auflockern und damit das Lesen erleichtern.

  • Auf der negativen Seite können Bilder, mehr noch als Text, Klischees verstärken. Man sollte sich also genau überlegen, welche Bilder man einsetzt und ob sie nicht diskriminierend sein könnten. In Deutschland nimmt man das (leider) oft recht lax, spätestens wenn man den US-amerikanischen Markt angeht, sollte man sich darüber Gedanken machen, sonst kann man in böse Fettnäpfchen treten.
  • Bilder sollten eine gute Qualität haben (und nicht totkomprimiert sein), denn detailreiche Bilder interessieren User mehr als unscharfes Grau. Bilder mit starken Kompressionsspuren wirken unprofessionell und in manchen Kontexten unseriös. Besonders bei Thumbnails (und anderen kleinen Bildern) sollte man darauf achten, dass sie gute Kontraste haben (eventuell den Kontrast verstärken) und dass genug darauf erkennbar ist, um User neugierig zu machen.
  • Bilder sollten zur Website und zur Zielgruppe passen. Wenn man Bilder für eine Website über Thailand-Reisen auswählt, wird die Wahl unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob man Geschäftsreisende oder Rucksackreisende zur Zielgruppe hat. Falsch ausgewählte Bilder können beim User für Irritationen sorgen: Bin ich richtig auf dieser Seite? Richtet sich diese Seite an mich? Ist diese Website authentisch? Oder sind die Elemente beliebig zusammengewürfelt, was vermuten lässt, dass auch auf die Texte nicht mehr Aufmerksamkeit verwendet wurde?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es oft. Tatsächlich haben Bilder im Marketing eine große Bedeutung. Deshalb sollte die Aussage des Bildes die des Textes unterstützen und nicht im Widerspruch dazu stehen.

Zugänglichkeit

Der Alt-Text sollte Usern, die das Bild selbst nicht sehen können, eine Vorstellung darüber geben, was darauf zu sehen ist oder welche Funktion das Bild hat. Die Zugänglichkeit von Websites ist auch aus wirtschaftlicher Sicht wichtig, schließlich gibt man sich große Mühe, User auf die Seite zu bekommen und will nicht, dass sie kehrtmachen, weil sie die Inhalte nicht erkennen können.

Allerdings sollte man es mit den Alternativ-Texten nicht übertreiben, worauf das Access-for-All-Blog hinweist. Interessante Artikel zur Wahl von Alternativ-Texten sind “Writing Alternate Text for Images” von Sarah Horton und “Should alt text be used to paint a thousand words?” im Accessibility Blog.

Social News Portale

Wenn man Bilder hat, die die Benutzer von Social News Portalen ansprechen, kann man auch über diesen Weg Traffic bekommen. Vielleicht auch interessant: Wenn Bilder selbst den Content darstellen und übersprachlich funktionieren, kann man damit unter Umständen auch Digg-User ansprechen, die man mit deutschsprachigen Inhalten nicht erreicht.

Ann Smarty weist in ihrem Artikel “How to Optimize Images for Search Engines, Social Media and People” auf folgendes hin:

“(to get Digg thumbnailed submission) stick to jpg format and make sure the images can be resized to (or already are) 160×120 or 160×160 pixels (Unless you have an image that can be resized that way Digg will not offer the submitter a thumbnail to go with the post).”

Auch wenn Digg im deutschsprachigen Raum wohl von eher wenigen wirklich genutzt wird, kann man das ja mal im Hinterkopf behalten.

Auch bei anderen Social News Portalen kann man ein Bild zur Nachricht hinzufügen. Standardmäßig wird ein Screenshot der verlinkten Seite angezeigt; warum nicht einmal ein interessantes Bild verwenden? Bei der Überschrift und dem Text gibt man sich doch auch Mühe.

Flickr

Kürzlich erzählte mir ein US-amerikanischer Blogger, dass er einen Großteil des Traffics auf seiner Seite über Flickr erhält. Er hat ein Blog über digitale Fotografie und Bildbearbeitung (sorry, die URL habe ich jetzt nicht mehr im Kopf), stellt viele Bilder bei Flickr online und beteiligt sich dort auch in verschiedenen Diskussionsgruppen. Und wo es möglich und passend ist, weist er auf Artikel in seinem Blog hin – logisch, dass er auf eine interessierte Zielgruppe trifft. Allerdings sollte man das nicht übertreiben: selbst wenn die Diskussionsteilnehmer die Links positiv aufnehmen, läuft man Gefahr, dass Flickr einem den Account löscht, wenn es ihnen zu viel erscheint. Und bei der Löschung eines Flickr-Accounts gibt es keinen Undo-Button.

Wenn man Flickr intensiv verwendet, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie die Bilder als Thumbnail aussehen und ob man diese Ansicht optimieren kann. Denn die meisten User werden zuerst die Thumbnails sehen und dann entscheiden, ob sie die großformatige Ansicht sehen wollen oder nicht.

Dieser Artikel war jetzt eher ein Sammelsurium und gerade im Bereich von Social News und Social Communities gibt es sicherlich noch einiges, was man dazu sagen kann, sei es zu einzelnen Plattformen und ihren Besonderheiten oder über interessante Strategien im diesen Zusammenhang. Ich freue mich über eure Kommentare.